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1902
Das als Kreiskrankenhaus erbaute Backsteingebäude an der Niemegker Straße wurde am 1. Juli 1902 seiner Bestimmung übergeben. Dieses Gebäude wurde damals als schöner Bau vor den Toren Belzigs beschrieben, von überall sichtbar. Es bot Raum für 20 Kranke - einfach, freundlich und geschmackvoll war die Inneneinrichtung – den Erfordernissen der damaligen Zeit entsprechend. Es war ein Meilenstein für diese ländliche Gegend, ein eigenes Krankenhaus zu etablieren. Kranke hatten kurze Wege und mussten nicht mehr den beschwerlichen Weg nach Potsdam oder Berlin auf sich nehmen. Die ärztliche Leitung hatte Dr. med. Krüger und die Pflege der Kranken lag in den Händen von zwei Johanniterschwestern. In den darauf folgenden Jahren stieg die Bettenzahl auf 42.


1945
Nach 1945 verschärfte sich die Lage zur gesundheitlichen Betreuung der Bevölkerung. Es bestanden kaum noch Voraussetzungen, um die Patienten in dem kleinen Krankenhaus notdürftig zu versorgen. Im August 1945 wurde mit Dr. Helga Kroening eine neue leitende Ärztin für das Krankenhaus gefunden, die sich sehr für die Verbesserung der Betreuungsbedingungen engagierte. Durch das Aufstellen einer alten Arbeitsdienstbaracke war die Erweiterung auf insgesamt 69 Betten möglich und Typhuskranke konnten isoliert werden. Außerdem wurden eine kleine Entbindungsabteilung, ein Röntgenzimmer und ein Labor zur Untersuchung von Blut und Urin eingerichtet.
Trotz aller Bemühungen zeigte sich immer deutlicher, dass das bestehende Krankenhaus keineswegs die erforderliche medizinische Grundversorgung der Region leisten konnte. Der Neubau eines Krankenhauses erwies sich als immer dringlicher.

 

 

1956 - 1989
Im Jahre 1956 wurde durch den damaligen Rat des Bezirkes Potsdam der Neubau entschieden. Das neue Kreiskrankenhaus wurde am 10. Oktober 1961 feierlich eingeweiht. Es war zur damaligen Zeit eines der modernsten Landkrankenhäuser Europas. Die 216 Betten umfassende medizinische Einrichtung wurde nach dem T-System mit zwei Pflegeeinheiten von je 30 - 32 Betten auf einer Ebene erbaut. Über die Jahre entwickelten sich neben einer Inneren Abteilung, einer Chirurgischen Abteilung haben sich auch die gynäkologisch-geburtshilfliche und pädiatrische Abteilung, eine Anästhesiologische Abteilung und eine Intensivtherapiestation sowie Funktionsbereiche.
Das Kreisrankenhaus Belzig wurde als so genannte Funktionseinheit mit der Kreispoliklinik seit 1973 gemeinsam geführt. Die Zusammenarbeit von Krankenhaus und Kreispoliklinik erfolgte nicht nur  im ökonomischen Bereich, sondern ebenso im funktionellen  Zusammenwirken der Ärzte beider Einrichtungen in allen Fachdisziplinen.

 

Nach 1989
1991 wurde das Kreiskrankenhaus Belzig in eine GmbH umgewandelt unter der Trägerschaft des Landkreises Belzig. Es folgten umfangreiche Umbau- und Sanierungsarbeiten. Besonders  Regine Hildebrandt als Ministerin für Gesundheit und Soziales setzte sich unermüdlich für die Belange der Patienten und der Bevölkerung ein. Das 7-geschossige Bettenhaus Ost wurde erweitert, so dass 6 Zimmer mehr pro Ebene zur Verfügung stehen. Gleichzeitig entstanden ein moderner Untersuchungs- und Behandlungstrakt, ebenso neue OP-Säle, eine moderne Intensivstation, ein neuer Kreißsaal, eine größere Notaufnahme und eine technisch erweiterte Röntgenabteilung sowie ein Therapiebecken für die Physiotherapie. Der neue Hubschrauberlandeplatzes auf dem Dach verleiht den Haus sein architektonisch einmaliges Bild. Bis 2003 dauerte die Altbausanierung des Komplementtraktes sowie des Bettenhauses Ost. Es entstanden neue moderne Stationen mit freundlichen, hellen Patientenzimmern, die schon fast Hotelcharakter tragen - und dies alles bei laufendem Stationsbetrieb. Außerdem wurden Schulungsräume und eine Lehrküche geschaffen.

Für das Medizinisches Versorgungszentrum entstanden neue Praxisräume und ein OP. Abschließend gestaltete man den Außenbereich und den Park zu seinem jetzigen Bild.

 

2006
Als Tochtergesellschaft gründete das Johanniter-Krankenhaus im Fläming Belzig GmbH 2006 sein Medizinisches Versorgungszentrum Belzig GmbH mit verschiedenen Praxen.

 

2007
Im Juli 2007 entschied der Kreistag des Landkreises Potsdam-Mittelmark die Veräußerung von Mehrheitsanteilen des Kreiskrankenhauses Belzig GmbH. So übernahm am 1. Oktober 2007 die Johanniter-Krankenhaus im Fläming Treuenbrietzen gGmbH 74,9 % der Gesellschaftsanteile.

 

Mai 2013
Das Klinikum Ernst von Bergmann in Potsdam übernimmt am 23.05.2013 die Mehrheitsanteile von den Johannitern. 25,1% der Anteile hält weiterhin der Landkreis Potsdam-Mittelmark.

 

Die Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig gGmbH ist auch heute ein Haus der Grundversorgung. Die moderne Einrichtung mit dem entsprechenden modernen Baustil sucht im Landkreis Potsdam-Mittelmark ihres Gleichen. Mit der Klinik für Innere Medizin und Klinik für Chirurgie sowie interdisziplinärer Intensivtherapiestation und einer Notaufname sind die Grundlagen dafür gesetzt, zukünftig weiterhin die Bevölkerung medizinisch zu versorgen.