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Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin

Chefarzt

Dr. med. Ralf Größle

 

 

Tel:     033841 93-195

Fax:    033841 93-145

E-Mail: rgroessle(at)klinikumevb.de

 

 

 

 

In der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin versorgt ein kompetentes Team aus Ärzten, Schwestern und Pflegern die Patienten in der gesamten perioperativen Phase, von der Vorbereitung zur Narkose bis zur Nachbetreuung im Aufwachraum oder auf der Intensivstation.
Die Klinik gliedert sich in den Bereich der Intensivmedizin, wo wir auf unserer modernen Intensivtherapiestation Patienten mit kritischen Erkrankungen aller Abteilungen unserer Klinik behandeln und in den Bereich der Anästhesie/ OP-Abteilung.


Die Herausforderungen an die Anästhesie und Intensivtherapie, Patienten sicher durch eine Operation und schwere Erkrankung zu begleiten sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Das liegt unter anderem daran, dass die Bevölkerung immer älter wird und unsere Patienten zunehmend mehr Nebenerkrankungen aufweisen.

 

Die Narkosen sind durch die Anwendung von modernster Kreislaufüberwachung, Ultraschall und Überwachung der Schlaftiefe sicherer geworden. Dabei haben sich die Fragen an die Anästhesie in den letzten Jahrzehnten geändert. Wir als Anästhesisten befassen uns mit Qualitätsaspekten unserer medizinischen Maßnahmen und prüfen die Auswirkungen unserer modernen Medizin auf den gesamten Menschen. Die Qualität der Operationen, die Schmerztherapie und die Bewahrung der integralen Gesamtheit des Patienten stehen dabei für uns im Fokus. Modernste technische, therapeutische und pharmakologische Entwicklungen unseres Fachgebietes unterstützen dabei unser Bemühen.

 

Unser Wirken im Kreislauf des Lebens findet in emotional schwierigen Situationen für die Patienten und ihre Angehörigen statt. Wir nehmen das Vertrauen der Patienten wahr, führen sie durch die perioperative Zeit und durch kritische Phasen ihrer Krankheit. Dabei ist uns die Sicherheit des Patienten das oberste Gebot.


Starke Schmerzen nach einer Operation sind nicht nur unangenehm und belastend, sie haben auch negative Auswirkungen auf den Organismus und den gesamten Heilungsprozess. Eine optimale postoperative Schmerztherapie ist uns deshalb ein großes Anliegen.


Wir wollen ihnen auf diesen Seiten einen Überblick über die Arbeit unserer Klink geben, und Ihnen die inhaltlichen Schwerpunkte der Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin der Klinik Ernst von Bergmann Bad Belzig vorstellen.

Anästhesie und Schmerztherapie

 

Wir setzen die unterschiedlichen Narkoseformen in Abhängigkeit vom Eingriff und in Abstimmung mit den Vorstellungen der Patienten individuell ein. Außerdem kümmern wir uns um die nachfolgende Schmerzbehandlung im Aufwachraum, so dass die Patienten weitgehend schmerzfrei nach der Operation auf Station ankommen.

Dabei kommen neben den Verfahren der Regionalanästhesie alle modernen Narkoseformen der Allgemeinanästhesie (Synonym: "Vollnarkose") wie die total-intravenöse Anästhesie (TIVA), und der Einsatz aktueller volatiler Anästhetika ("Narkosegase") zur Anwendung.

Eine besondere Aufmerksamkeit widmen wir dem Problem der postoperativen Übelkeit und Erbrechen, denn dessen Auftreten kann in überaus hohem Maße das Wohlbefinden beeinträchtigen.

 

Wir verfügen über aktuelle moderne Narkosegeräte und Überwachungstechnik, so dass eine adäquate Anästhesie von Patienten beinahe aller Altersklassen und jeder Risikogruppen möglich ist.

 

Im Einzelnen kommen folgende Möglichkeiten der intraoperativen Überwachung zur Anwendung:

  • EKG, Pulsoxymetrie
  • Atemluftmessung von Sauerstoff, CO2 und der Narkosegase
  • invasive und nicht-invasive Blutdruckmessung
  • Kontrolle von Beatmungsdruck und -volumen, Compliancemessung
  • Messung der Narkosetiefe zur Vermeidung intraoperativer Wachheit ("Awareness")
  • Relaxometrie, Cuffdruckmessung

 

 

Die Prämedikationsvisite (Aufklärung zur Narkose) wird üblicherweise am Tag vor der geplanten Operation durchgeführt. Im Rahmen der ambulanten Sprechstunde und bei Patienten mit erhöhtem Operations- oder Narkoserisiko erfolgt zur besseren Vorbereitung auf den Eingriff das Gespräch auch früher.

 

 

Die Behandlung akuter und chronischer Schmerzen für den Anästhesisten eine inhaltsreiche Aufgabe. Die medikamentöse Schmerzbehandlung erfolgt individuell und differenziert. Es steht neben der Gabe von Tabletten auch die Medikamentengabe durch Injektionen zur Verfügung. Bei Bedarf kommt z.B. auch das Legen von Peridural- und Plexuskathetern zur kontinuierlichen oder sich wiederholenden Gabe von lokal wirksamen Medikamenten oder die Aushändigung einer PCA-Schmerzpumpe zum Einsatz.

 

Die geburtshilfliche Schmerztherapie nimmt ebenfalls einen hohen Stellenwert ein. Auf Wunsch der Gebärenden und in Abstimmung mit Hebamme und Gynäkologen kann eine schmerzarme Geburt durch das Legen eines Periduralkatheters ermöglicht werden.

 

Intensivstation (ITS)

Die interdisziplinäre Intensivstation steht unter anästhesiologischer Leitung und verfügt aktuell über 6 Bettplätze. Im Mittelpunkt unserer Bemühungen stehen - in Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen der anderen Abteilungen des Hauses - der kritisch kranke Mensch und die perioperative Behandlung von Patienten insbesondere in den ersten Tagen nach großen chirurgischen bzw. gynäkologischen Eingriffen. Dazu zählen z.b. Krebsoperationen am Gastrointestinaltrakt, an den inneren Geschlechtsorgane oder Eingriffe an der Schilddrüse und insbesondere Eingriffe in höherem Lebensalter.

 

Weiterhin behandelt die Intensivtherapiestation speziell nachfolgend aufgeführte schwere Erkrankungen:

  • akuter Herzinfarkt (einschließlich Lysetherapie) und andere ernste Störungen der Herzfunktion, wie z.B. schwerer Bluthochdruck, akute Pumpschwäche oder Herzrhythmusstörungen (Kardioversion)
  • Wiederbelebungsmaßnahmen bei lebensbedrohlichen Atem- und Kreislaufstörungen
  • Zustände nach verschiedenen thrombembolischen Ereignissen und Komata (Bewusstlosigkeiten) insbesondere das Großhirn betreffende Notfallsituationen (Stichwort "cerebraler Notfall", dabei dann ggf. Lysetherapie in Zusammenarbeit mit der Asklepiosklinik in Brandenburg
  • schwere und schwerste Infektionen wie z.B. Lungenentzündung oder Sepsis
  • Versorgung schwer Unfallverletzter
  • Blutungskomplikationen
  • akutes Nierenversagen
  • Vergiftungen

 

 

Die Behandlung gliedert sich nicht nur in die eigentliche Intensivtherapie, sondern zu diesem Bereich gehören auch die Intensivüberwachung, die Intensivpflege und tägliche Physiotherapie. Dabei geht es vor allem um die Sicherung der Vitalfunktionen, sowie die Wiederherstellung gestörter bzw. ausgefallener Körperfunktionen. Zu diesem Zweck ist jeder Bettplatz mit modernster Beatmungs- und Überwachungstechnik ausgestattet.

 

Es kommen folgende apparative Verfahren und Techniken zur Anwendung:

  • modernste und differenzierte Beatmungstherapie mit dem Ziel eines frühestmöglichen Anteils an Spontanatmung
  • Anwendung nichtinvasiver Beatmungstechniken (NIV)
  • arterielles und venöses Kreislaufmonitoring zur optimalen Anwendung einer differenzierten Katecholamintherapie (herz- und kreislaufstützende Medikamente)
  • modernste PiCCO2 - Thermodilutionstechnik zur Messung wichtiger Herz-Kreislauf-Parameter
  • Schmerztherapie auch über Periduralkatheter und Analgosedierung mit den aktuellen Medikamenten
  • bettseitig durchgeführte percutane Punktionstracheotomie bei absehbarer Langzeitbeatmung oder schwieriger Entwöhnung (Weaning) vom Respirator
  • Bronchoskopie
  • Nierenersatzverfahren (CVVH, CVVHDF)
  • regelmäßige physiotherapeutische Betreuung und Lagerungstherapie
  • außerdem stehen uns radiologische Untersuchungen wie das Röntgen und Ultraschall auf der ITS am Bett sowie eine Computertomografie in der radiologischen Abteilung zur Verfügung
  • Notfalllabor

 

Bei einer eventuell erforderlichen Verlegung in andere Kliniken erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit dem Hubschrauberrettungsdienst.

Chefarzt

Dr. med. Ralf Größle

Facharzt für Anaesthesiologie und Intensivmedizin

 

Sekretariat

Frau Petra Wilke

Tel.: 033841 93-141

 

 
Oberärzte Anästhesie

Björn Dietrich

Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin

 

Dr. Jaber Tayem

Facharzt für Anästhesiologie und Intensivmedizin

 

Jan Ambroz

Facharzt für Anaesthesiologie

 

Sebastian Baßeler

Facharzt für Anaesthesiologie und Intensivmedizin

 

Facharzt

Stephanie Görne

Fachärztin für Anaesthesiologie

 

 

Assistenzärzte

Marcela Chlebiková

Sebastian Wienke