Geriatrie | Altersmedizin

  

Chefärztin

Dr. med. Cornelia Brenneis

Fachärztin für Innere Medizin

Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie 

 

Tel.: 033841. 93 - 143

Fax: 033841. 93 - 386 

E-Mail: kathrin.baericke(at)klinikumevb.de

 

 

 

Liebe Patienten,

 

in unserer Klinik für Geriatrie - "Altersmedizin", einem Teilgebiet der Inneren Medizin, behandeln wir ältere Patienten in einem Lebensalter über 70 Jahre. Diese Patienten weisen in ihrem fortgeschrittenen Alter eine Vielzahl an Krankheiten (Multimorbidität) und altersbedingten Funktionseinschränkungen auf, die mit einer erhöhten Gebrechlichkeit einhergehen. Erkrankungen im Alter können sich unterschiedlich äußern und sind oft sehr schwierig zu diagnostizieren. Gerade ältere und betagte Patienten brauchen daher einen ganzheitlichen Behandlungsansatz, der in der Geriatrie des Klinikums Ernst von Bergmann verfolgt wird. Hierbei sind neben den speziellen medizinischen auch rehabilitative Behandlungsansätze zur Aktivierung bestehender oder verlorener körperlicher und geistiger Fähigkeiten wichtig. Bei der Diagnostik und Therapie der akuten oder chronischen Krankheiten kommen aktuellste Behandlungsmethoden und modernste Medizintechnik zum Einsatz.

 

Die Behandlung des geriatrischen Patienten erfolgt durch ein multiprofessionelles Team, bestehend aus Ärzten, Pflegepersonal, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Logopäden, Psychologen und Sozialarbeitern. Wir orientieren uns an den persönlichen Bedürfnissen der Patienten mit dem Ziel, Ihre Selbständigkeit und Lebensqualität wieder herzustellen oder zu erhalten. Zu Beginn der Behandlung führt jede Profession des Behandlungsteams eine Eingangsuntersuchung (das sogenannte Geriatrische Assessment) durch. Für jeden Patienten wird dann gemeinsam ein persönlicher Therapieplan erstellt, der in den wöchentlichen Teamsitzungen den Fortschritten des Patienten angepasst wird. Wichtige Partner sind die Angehörigen, die frühzeitig in den Behandlungsprozess einbezogen werden.

 

Als Besonderheit hält die Abteilung Geriatrie eine differenzierte neuropsychologische Diagnostik vor. Diese beinhaltet die fundierte Abklärung von Hirnleistungsstörungen bei Verdacht auf Demenz oder die Feststellung einer Depression. Nach der abgeschlossenen Befunderhebung erfolgt eine ausführliche Beratung der Patienten und der Angehörigen zum festgestellten Krankheitsbild, den Therapiemöglichkeiten und der Prognose.

  • Behandlungsspektrum:
  • Herz-Kreislauferkrankungen, z. B. Bluthochdruck, Herzrhythmusstörungen
  • Erkrankungen der Atmungsorgane, z. B. chronische Bronchitis oder akute Lungenentzündung
  • Neurologische Erkrankungen, z. B. Schlaganfall oder Morbus Parkinson
  • Hormon- und Stoffwechselerkrankungen, z. B. Diabetes mellitus oder Schilddrüsenfunktionsstörungen
  • Erkrankungen des Bewegungsapparates, z. B. Osteoporose oder operativ versorgte Frakturen (Oberschenkelhalsbruch)
  • Erkrankungen des Bindegewebes, z. B. Rheuma
  • Erkrankungen der Verdauungsorgane, z. B. Durchfall, Erbrechen oder Gewichtsverlust
  • Chronische Wunden - insbesondere im Bereich der Beine und Füße, auch Behandlung nach Amputation
  • Chronische Schmerzen
  • Ess- und Trinkstörungen mit Mangelerscheinungen
  • Erkrankungen des Gehirns mit Störungen des Denkens, Handelns oder Fühlens, z. B. Demenz oder Depression

 

Spezielle geriatrische Diagnostik:

 

  • Geriatrisches Assessment
  • Abklärung der Aktivitäten des täglichen Lebens
  • Abklärung des individuellen Hilfsmittelbedarfs
  • Abklärung von Sturzgefahr, Mangelernährung, Demenz und Depression

 

 

Behandlungsangebote

 

Medizinische Behandlung nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und gleichzeitige Rehabilitation

 

Rehabilitative Maßnahmen:

 

  • Aktivierende Pflege
  • Hilfe zur Selbsthilfe im Alltag

 

Physiotherapie:

 

  • Klassische Krankengymnastik ( manuelle Therapie, Muskelaufbau- und Koordinationstraining)
  • Behandlungen in Anlehnung an verschiedene Therapiekonzepte ( Bobath, Facio-orales Therapie- Konzept, HODT: Handlungsorientierte Diagnostik und Therapie von Patienten mit neuropsychologischen Störungen)
  • Versorgung und Training mit Mobilitätshilfsmitteln
  • Manuelle Lymphdrainage und komplexe physikalische Entstauungstherapie
  • Reflektorische Atemtherapie
  • Der erfahrbare Atem nach Prof. Ilse Middendorf
  • Kinesiologisches Tapen
  • Myofaziale Triggerpunkt-Therapie
  • Redression
  • Reflexzonentherapie am Fuß
  • Dorntherpie
  • Orthopädische Rückenschule
  • Prothesenversorgung und -training nach einer Amputation
  • Orthesen-Management für Pflege und Therapeuten
  • Allgemeine Grundlagen der Reha - Technik und Versorgung

 

Physikalische Therapie:

 

  • Lymphdrainage
  • Elektrotherapie
  • Wärme- oder Kältetherapie
  • Inhalationen
  • Verschiedene Massagetechniken
  • Ultraschall- Behandlung
  • Magnetfeld- Therapie

 

Ergotherapie:

 

  • Aktivierung der oberen Extremität, Feinmotorik- Training
  • Training von Aktivitäten des täglichen Lebens: Wasch- und Anziehtraining
  • Haushaltstraining
  • Behandlungen in Anlehnung an verschiedene Therapiekonzepte ( Bobath, Affolter, Perfetti, Spiegeltherapie, Johnstone, Basale Stimulation)
  • HLT- Alltagsorientiertes Training
  • Wahrnehmungstraining
  • Versorgung mit Hilfsmitteln für die Aktivitäten des täglichen Lebens

 

Logopädie:

 

Therapie von Schluckstörungen

  • F.O.T.T
  • Funktionelle Dysphagietherapie
  • Kompensationstechniken
  • Manuelle Schlucktherapie
  • Adaptierende Maßnahmen

Therapie von Sprechstörungen

  • Therapie nach Thompson und Robertson
  • Angepasste Therapie symptomorientierte Therapie zu Stimme, Atmung, Artikulation, und Prosodie

 

Therapie von Sprachstörungen

  • Neurolinguistische Aphasietherapie
  • Kognitiv orientierte Sprachtherapie
  • MODAK (Modalitätenaktivierende Therapie)
  • MIT (Melodische Intonationstherapie)
  • PC-gestützte Aphasietherapie

 

Therapie von Stimmstörungen

  • Funktionelle Stimmtherapie

 

Therapie von Facialisparesen

  • PNF
  • Elemente aus der manuellen Schlucktherapie

 

Gruppentherapien

  • Störungsspezifisch mit ausgesuchten Elementen aus den Bereichen der Sprach-, Sprech und Stimmtherapie

 

Angehörigenbetreuung

  • Aufklärung über jeweilige Störungsbilder und deren Besonderheiten
  • Begleitung im Umgang mit den Folgen der Störungen
  • Anleitung zu Hilfestellungen und Unterstützung bei der Umsetzung

 

Psychologie:

 

  • Aufmerksamkeits- und Konzentrationstraining
  • Diagnostik von Hirnleistungsstörungen / Demenz und Depression
  • Gesprächstherapie
  • Entspannungstherapie
  • PC- gestützte Therapie

 

Sozialdienst:

 

  • Beratung zu Versorgungsformen und sozialrechtlichen Ansprüchen
  • Beratung zu Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung
  • Unterstützung bei der Organisation von häuslicher Pflege, Tages-und Kurzzeitpflege sowie stationärer Pflege
  • Beratung und Organisation von Essen auf Rädern und Hausnotruf
  • Unterstützung bei der Hilfsmittelversorgung

 

Seelsorge:

 

  • Unterstützung bei der Krankheitsverarbeitung
  • Wundmanagement
  • Ernährungsberatung

 

 

Ausstattung

 

  • Aufwendig modernisierte Station
  • Freundliche und barrierefreie Patientenzimmer mit Fernseher und Telefon am Bett
  • Großzügige, in jedes Zimmer integrierte Bäder
  • Überwiegend 1- und 2 Bett- Zimmer
  • Gemütlicher Speise- und Aufenthaltsraum mit verschiedenen Medien
  • Freizeitangebote wie Gesellschaftsspiele, Bücher und Musik ( CD- Auswahl)
  • Auf der Station integrierte Therapie- Räume mit moderner Geräte - und Hilfsmittelausstattung
  • Verschiedene Therapiegeräte auf der Station zur eigenständigen Nutzung auch am Nachmittag und an den Wochenenden
  • Große Therapieküche für Koch- und Haushaltstraining
Chefärztin

Dr. med. Cornelia Brenneis

Fachärztin für Innere Medizin

Fachärztin für Innere Medizin und Geriatrie

 

Oberärztin

Dr. med. Christina Stoppe

Fachärztin für Innere Medizin, Zusatzbezeichnung Geriatrie

 

Stationsleitung

Schwester Ines Böhnke

Tel.: 033841.93-271

 
Sekretariat

Frau Kathrin Bäricke

Tel.: 033841. 93 - 143

Fax: 033841. 93 - 386

E-Mail: kathrin.baericke(at)klinikumevb.de